Alle Artikel in: UNESCO-Welterbe Limes

Ruinen aus Stein in einem parkähnlichen Bereich, umgeben von grünen Bäumen und Gras, mit einem Weg im Hintergrund.

Römerkastell Böbingen

Um 160 nach Christus wurde während der Herrschaft des römischen Kaisers Antonius Pius nördlich der Rems der Limes errichtet. Das heutige Böbingen gehört fortan zur Provinz Raetien und damit zum Römischen Weltreich. Eine Kohorte, also 500 Soldaten, waren hier stationiert. Es war wahrscheinlich die Cohors VI Lusitanorum, die ursprünglich aus Portugal stammte. Sie bauten auf dem „Bürgle“, einem Bergvorsprung über der Rems, ein Kastell, das strategisch sehr günstig lag. Von hier aus konnten sie einen 15 Kilometer langen Limesabschnitt mit 20 Wachttürmen kontrollieren.

Wegweiser Limesweg mit zwei Pfeilen, die die Richtung weisen.

Limes in Mögglingen

Rund 3,00 Meter hoch und einen Meter breit war der Limes, der römische Grenzwall, vor etwa 1800 Jahren. Angelegt als bewachte Grenzlinie, ursprünglich als Palisadenzaun, später ersetzt durch eine Grenzmauer aus Stein und seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Wanderweg im Norden Mögglingens verläuft direkt an der ehemaligen römischen Grenze und ist einer der beliebtesten Wanderstrecken auf der Mögglinger Gemarkung. So hat Mögglingen teil an dem „größten Bauwerk Europas“, das bei Andernach am Rhein beginnt, sich bis nach Lorch zieht, sich dann als „Rätischer Limes“ bis Einingen an der Donau (bei Regensburg) fortsetzt.

Gedenktafel an einer Steinmauer mit einem großen Stein davor und einem Holzzaun links.

Limesanlage am Kocher Hüttlingen

Der „Rätische Limes“ verlief mitten durch Hüttlingen. Dabei konnte die römische Grenzlinie ganz verschieden aussehen. Daran erinnert die Nachbildung verschiedener Baustile von Palisaden und Mauerteilen. Den Verlauf des Limes und die Standorte von Kastellen verdeutlicht ein Pflastermosaik. Die Nachbildung eines im Kocher bei Hüttlingen gefundenen Pinienzapfens aus dem Zeitraum 120 – 250 nach Christus schmückt die Anlage.

Im Vordergrund ein beleuchteter Pool, umgeben von Liegen und einem modernen Gebäude mit einem flachen Dach.

Limes-Thermen Aalen

Die Limes-Thermen Aalen bieten eine einzigartige Kombination aus Wellness und Geschichte: In römisch-antiker Atmosphäre können Besucher abschalten, entspannen und genießen. Drei Innenbecken und ein großes Außenbecken werden mit 36,4 °C warmem Thermal-Mineralwasser gespeist, das aus 650 Metern Tiefe stammt.

Das Besondere daran: Das Thermalwasser ist etwa 12.000 bis 14.000 Jahre alt, stammt aus der letzten Eiszeit und ist völlig unbeeinflusst von modernen Umwelteinflüssen – eine Wohltat für Körper und Geist. Zum umfangreichen Wellnessangebot der Limes-Thermen Aalen zählen außerdem eine Kneippanlage, ein Tepidarium, mehrere Saunen, ein römisch-irisches Dampfbad und viele weitere Highlights. Ob für einen Kurzurlaub, einen Erholungstag oder als Teil einer Gesundheitskur – hier finden Besucher alles, was sie zur Regeneration brauchen.

Fotos: (c)Stadt Aalen
Moderne Glaspyramide bei Tag mit sichtbarer Innenstruktur im Sonnenschein.

Limestor Rainau-Dalkingen

Am Limestor entführen die Limes-Cicerones unter dem Motto „Antike trifft Moderne“ die Gäste in die Welt der Römer. Im gläsernen Schutzhaus über den steinernen Zeitzeugen kannst Du in die Geschichte, eines ganz außergewöhnlichen Bauwerks, das am gesamten Limes zwischen Rhein und Donau einzigartig ist, eintauchen.

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Luftaufnahme eines landwirtschaftlichen Gebiets mit Feldern in unterschiedlichen Brauntönen. In der Mitte ist ein rechteckiges Hecke.

Römisches Kastell Halheim

Du möchtest Reste eines römischen Kastells entdecken? Dann bist Du in Halheim genau richtig. Die Dimensionen dieses hervorragend erhaltenen Kastells sind sehr gut durch eine Bepflanzung auf dem Schuttwall der Umfassungsmauer dargestellt.

Die Rundwanderung beginnt in Ellwangen-Pfahlheim im Ostalbkreis an den über zwölf Meter langen und mehr als einen Meter breiten Fundamenten der raetischen Mauer mit einer kurzen und interessanten Einführung zur Geschichte des Ortes. Danach geht es in Richtung Stödtlen zum Kastell Halheim dem östlichsten Kastell in Baden-Württemberg. Nach einer sachkundigen Kastellführung geht es in einer kleinen Schleife nördlich des Limes zum Sonnenbach-Stausee (Einkehrmöglichkeit) und danach wieder zurück nach Pfahlheim.

Sonnenbach-Stausee Pfahlheim

Trockenmauer aus Steinen vor dichtem Grün am Waldrand.

Limesmauer Pfahlheim

1987 wurden in Pfahlheim Reste der römischen Limesmauer entdeckt. Das konservierte Mauerstück stellt neben dem Beginn der „Raetischen Mauer“ im Rotenbachtal bei Schwäbisch Gmünd und dem Limestor bei Dalkingen eines der wenigen im freigelegten Originalzustand sichtbaren Teilstücke der „Teufelsmauer“
in Baden-Württemberg dar.