Das Museum im Seelhaus Bopfingen befindet sich in einem der stattlichsten Fachwerkhäuser Bopfingens, dem Seelhaus, das im Jahr 1505 erbaut wurde. Ursprünglich diente das Gebäude der Beherbergung und Versorgung alter Menschen. Der Name Seelhaus verweist auf die Absicht des Stifters: Die Bewohner sollten täglich für sein Seelenheil beten.
Seit 1987 ist das städtische Museum im Seelhaus hier untergebracht und bietet einen umfassenden Überblick über die Entstehung und Geschichte des Bopfinger Raumes. Ein Schwerpunkt liegt auf der Landschaftsentstehung am westlichen Riesrand durch den Meteoriteneinschlag vor 14 Millionen Jahren. Besonders wichtig ist der Ipf, Bopfingens Hausberg, mit seinen vorgeschichtlichen Befestigungsanlagen, die als bedeutender Sitz in der Bronze- und Eisenzeit galten. Spuren römischer Präsenz finden sich in den Hinterlassenschaften des Kastells und Zivildorfs in Oberdorf sowie der römischen Straßenstation in Trochtelfingen.
Das Obergeschoss des Museums im Seelhaus präsentiert eine stadtgeschichtliche Sammlung, die Einblicke in das Leben in der ehemaligen Reichsstadt Bopfingen gewährt. Themen wie Kirchengeschichte, Schulgeschichte, bäuerliche Produktionsweisen sowie die traditionelle Leder- und Zinnverarbeitung sind dort ebenfalls vertreten.
Das Museum im Seelhaus Bopfingen liegt auf dem Gebiet des Geopark Ries.

Foto: (c)Stadt Bopfingen, Museum im Seelhaus