Alle Artikel in: UNESCO Global Geopark Alb

UNESCO-Geopark Schwäbische Alb

Was ist ein UNESCO Global Geopark?
Mit diesem Titel werden von der UNESCO herausragende Landschaften ausgezeichnet, die eine weltweit einzigartige Erdgeschichte haben. Derzeit gibt es 161 UNESCO Global Geoparks, die meisten liegen in Europa (European Geopark Network). Seit 2015 trägt die Schwäbische Alb diesen Titel, der eine große Ehre und Verpflichtung ist. Die Aufgabe: Sensibilisierung für Erdgeschichte, Geobildung und der Wissenstransfer hin zu nachhaltiger regionaler Entwicklung. Die Gebietskulisse erstreckt sich auf über
6.200 Quadratkilometern in zehn Landkreisen. Der Ostalbkreis ist einer der zehn Landkreise.

Was ist ein Geopoint?
Geopoints sind Orte, wo man Geologie live erleben kann. Sie werden vom Geopark ausgewiesen. Inzwischen gibt es fast vierzig Geopoints auf der Schwäbischen Alb – und jedes Jahr werden es mehr.

Was sind Geopark-Infostellen?
Geopark-Infostellen unterstützen als Partner und Botschafter den Geopark Schwäbische Alb. Dazu zählen Museen, Infozentren und Bildungsstätten. Derzeit hat der Geopark 28 Infostellen. Auch dieses Netzwerk wächst stetig.

Weitere Infos beim Geopark Schwäbische Alb unter www.geopark-alb.de.

Gelbe Bergbau-Lokomotive auf Schienen in einem unterirdischen Stollen, umgeben von steinigen Wänden und dimmiger Beleuchtung.

Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“

Die Fahrt mit der Grubenbahn in die Tiefen des Besucherbergwerks „Tiefer Stollen“ ist ein einzigartiges Erlebnis. Vorbei an kleinen Tropfsteinen führt die Fahrt in die 2.500 Quadratmeter großen Sandsteinhallen, 100 Meter tief unter der Erde, wo eine Multivisionsschau die Geschichte des Bergbaus im Aalener Raum präsentiert. Welche Mühen und welches handwerkliche Können die Bergleute früher beim Erzabbau aufbrachten, dokumentiert ein 800 Meter langer Rundweg durch das Stollenlabyrinth des Besucherbergwerks „Tiefer Stollen“.

Jährlich findet an einem Wochenende im Dezember rund um das Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ ein Weihnachtsmarkt der besonderen Art statt. Der Zug bringt die Besucher ins weihnachtlich dekorierte und illuminierte Berginnere, wo eine bunte Vielfalt von Verkaufsständen zum Stöbern einlädt. Weihnachtsmann und Engel sorgen für eine unvergleichliche Stimmung und beschenken die Kinder mit Süßigkeiten. Über Tage steht ein Kinderkarussell für die Kleinen bereit, und kulinarische Köstlichkeiten erwarten die Gäste.

Am Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ befindet sich zudem eine Geopark-Infostelle.

Wiese mit einer Grillstelle, ringsherum Wald und Felsen. In der Mitte verläuft ein Kiesweg.

Felsenmeer Wental

Das Felsenmeer Wental erstreckt sich auf der Albhochfläche südöstlich der Nachbargemeinde Bartholomä über die Gemarkung von Essingen bis ins Steinheimer Becken. Diese einzigartige Naturlandschaft entstand aus dem Flussbett des Wasserlaufes Wedel. Als das Jurameer vor etwa 150 Millionen Jahren abzog und die Alb zu verkarsten begann, hat sich der Wedel immer tiefer ins Gestein gefressen, bis er schließlich völlig versickerte. Zurück blieben das Wental und die seltsam geformten Dolomitfelsen, die eindrucksvoll die Kraft des Wassers dokumentieren. Die urigen und bizarren Felsformationen erstrecken sich über fast das gesamte Wental, konzentrieren sich jedoch besonders im Bereich des Felsenmeeres, wo der Eindruck einer wahren Flut unterschiedlichster Felsformationen entsteht.

Vor allem Familien mit kleinen Kindern zieht das Felsenmeer im Wental magisch an. Aufgrund der Vielzahl und teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten wurde das einstige Landschaftsschutzgebiet Wental zum Naturschutzgebiet aufgewertet. Das .

Felsenmeer Wental ist zudem ein bedeutender Geopoint.

Klarer Waldteich mit steinigem Ufer, umgeben von dichtem grünen Laubwald und Wanderweg.

Kocherursprung (Weißer Kocher) Unterkochen

Der Kocherursprung (Weißer Kocher) Unterkochen liegt östlich von Unterkochen, einem Stadtteil von Aalen. In einem engen, von Bäumen umgebenen Tal entspringt der Weiße Kocher und schlängelt sich vorbei an Felsen durch eine idyllische Quellschlucht. Unterhalb von Unterkochen vereinigen sich der Weiße und der Schwarze Kocher – dem zweitgrößten Nebenfluss des Neckars – zum gemeinsamen Flusslauf.

Kocherursprung (weißer Kocher) Unterkochen
Eine alte Burg mit einem quadratischen Turm und mehreren Gebäuden, die auf einem Hügel aus Stein stehen, unter einem bewölkten Himmel.

Burg Katzenstein Dischingen

Die Burg Katzenstein Dischingen ist eine historische Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert und besitzt mit ihrer romanischen Burgkapelle aus dem 13. Jahrhundert eine der ältesten Burganlagen Süddeutschlands. Wir laden dich ein, eine spannende Zeitreise auf der Burg Katzenstein zu erleben.

Seit Jahrhunderten wird auf der Burg Katzenstein ein Schatz vermutet, der laut Chroniken von einem Burggeist bewacht wird. Speziell für Schulen und Kindergärten wird jährlich ein kindgerechtes Ferienprogramm angeboten.

An der Burg Katzenstein befindet sich außerdem eine Geopark-Infostelle.

Informationstafeln in einem Museum in einem dunklen Raum mit Lichtern an der Decke. Die Informationstafeln sind beleuchtet.

Meteorkrater-Museum Steinheim am Albuch

Das Meteorkrater-Museum Steinheim am Albuch zeigt anschaulich die Entstehung des Steinheimer Beckens vor etwa 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten. Dieser Krater ist heute einer der besterhaltenen und prägnantesten Meteoritenkrater mit Zentralkegel weltweit. Das Naturereignis, seine Folgen sowie das Leben und Sterben im und am miozänen Steinheimer See werden seit 1978 im Museum im Ortsteil Sontheim im Stubental eindrucksvoll dargestellt. Nach dem Einschlag bildete sich ein Kratersee, in dessen Ablagerungen unzählige Lebensreste bis heute hervorragend konserviert sind. Die Vielzahl der gefundenen Fossilien – etwa 230 Tier- und 90 Pflanzenarten – bezeugen die einstige Anziehungskraft des Sees und geben faszinierende Einblicke in die Lebenswelt eines 14 Millionen Jahre zurückliegenden Abschnitts der Tertiärzeit.

©Meteorkratermuseum

Am Meteorkrater-Museum Steinheim am Albuch befindet sich zudem eine Geopark-Infostelle.

Ursprung der Brenz mit einem Felsen und Bäumen im Hintergrund. Im Vordergrund ist Wasser zu sehen.

Brenzursprung Königsbronn

Der Brenzursprung Königsbronn ist eine beeindruckende, 4 Meter tiefe Karstquelle mit kristallklarem, blaugrünem Wasser, das unter einem mächtigen Felsen an die Oberfläche tritt. Auf der Albhochfläche versickert der Niederschlag rasch im verkarsteten Jura-Kalkstein-Untergrund, sammelt sich in Spalten und Höhlensystemen – und tritt beim Brenzursprung als Karstquelle wieder zutage.

Die Quelle, auch als Brenztopf bekannt, zählt zu den wenigen runden Quellformen der Schwäbischen Alb. Ihre typische „Topf“-Form verlieh ihr den Namen. Die Schüttung variiert je nach Niederschlagsmenge zwischen 230 und 20.000 Litern pro Sekunde. Das ganze Jahr über bleibt die Wassertemperatur konstant bei 7 °C.

Das leuchtend blaue Erscheinungsbild der Quelle entsteht durch die physikalischen Eigenschaften des Wassers: Während blaue Lichtanteile gestreut werden, werden rote und gelbe verschluckt. In Kombination mit der hohen Klarheit und dem Kalkgehalt des Wassers wird das Licht millionenfach an feinsten Partikeln gestreut – so entsteht das charakteristische Leuchten des Brenztopfs. Der Brenzursprung Königsbronn ist nicht nur eine der größten und schönsten Quellen der Schwäbischen Alb, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel in der Heidenheimer Brenzregion. Seit dem Jahr 2000 wird die Wasserkraft der Quelle wieder genutzt. Zudem ist der Brenztopf Königsbronn heute als offizieller Geopoint ausgezeichnet.

Foto: (c)Landratsamt Heidenheim (Fotoagentur Fouad Vollmer)